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{Rezension} Ich liebe dich ... und dich von Luisa Valentin

Freitag, 11. März 2016

 
Melanie liebt Jonas, er ist DER Traummann für sie. Eines Tages begegnet ihr beim Joggen Tom, der nach einer durchzechten Nacht zwar etwas indisponiert ist, ihr aber trotzdem einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Und auch Tom kann die schöne Fremde nicht vergessen. Als sie sich zufällig wieder treffen, sprühen die Funken. Aber da ist ja auch noch Jonas … Und der will Melanie um keinen Preis verlieren. Deswegen schlägt er ein gewagtes Liebesspiel vor, an dem sich alle Drei die Finger verbrennen könnten …

 
Melanie ist Arzthelferin und lebt eigentlich ein recht ruhiges, perfektes Leben mit ihrem Freund Jonas. Immerhin schon 2 Jahre sind sie ein glückliches Paar. Für sie ist er der Mann ihrer Träume, eben ein echter Traumtyp. Eines Tages trifft Melanie unverhofft im Park auf einen Typen, der ihre Neugier weckt. Hierbei handelt es sich um Tom, dieser hat eine durchzechte Nacht hinter sich und ist eigentlich zum joggen in den Park gekommen. Doof nur, dass er sich ausgerechnet jetzt in die Büsche übergeben muss, wo doch so eine tolle Frau vor ihm steht. Ihre Wege trennen sich. Melanie wird recht schnell klar, dass sie diesen Typen aus dem Park nicht mehr aus ihrem Kopf bekommt. Es hat mächtig geknistert zwischen den beiden. Wie es der Zufall manchmal so will, treffen sich Melanie & Tom eines Tages wieder, diesmal ist auch Jonas mit dabei. Das Treffen verläuft sehr merkwürdig, Jonas spürt das es zwischen Melanie und Jonas heftig knistert und da er seine Liebste natürlich nicht verlieren möchte, schlägt er ihr etwas vor. Melanie muss sich unterdessen eingestehen, dass sie nicht nur in Jonas verliebt ist, sondern auch in Tom. Als ihr Jonas dann vorschlägt eine Dreiecksbeziehung einzugehen, ist Melanie alles andere als Begeistert. Ihr Widerstand bröckelt allerdings recht schnell. Als Tom ihr offenbart, das er schon länger den Wunsch verspürt Melanie und einem anderen Mann beim Sex zuzusehen, möchte sie ihm diesen Wunsch letztendlich erfüllen. Das ist somit auch der Startschuss für eine etwas andere Beziehung. Zwei Männer und eine Frau, kann das gut gehen? Die Geschichte wird aus der Sicht der drei Protagonisten erzählt, was ich sehr gut finde. So kann man sich von jedem einzelnen ein Bild machen. Vergangenheit und das aktuelle Leben der 3 wechseln zwischendrin. Auch so bekommt man einen tollen Einblick wie eigentlich alles begann. Der Sex spielt hier eine ganz große Rolle, die Liebe geht dabei ein bisschen verloren. Dennoch gehen die drei sehr gefühlvoll miteinander um und probieren auszuloten wo sie das alles hinführt.

 
Eine Geschichte die es in sich hat. Ich mag Bücher mit 3er Beziehungen momentan sehr gern. Ich finde es sehr interessant wie die Menschen an sich damit umgehen und wie das Umfeld darauf reagiert. Denn auch wenn die Liebe anders ist, hat sie ein Recht darauf zu existieren. Jeder Mensch sollte glücklich sein und das machen dürfen was er möchte. Ich finde die Autorin hat einen guten Spannungsbogen geschaffen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es euch ans Herz legen. Es kostet 9,99 €.





{Rezension} Auch die Liebe hat drei Seiten von Susann Rehlein

Dienstag, 8. März 2016

 
Sie hat einen Zahlenfimmel, ein größeres Problem mit menschlicher Nähe und ist auch ansonsten nicht besonders alltagstauglich. Zum Glück stellt Neuberlinerin Lisbeth, dreiundzwanzig Komma sieben Jahre alt, schnell fest, dass Kreuzberg genauso ein gemütliches Dorf ist wie das heimatliche Bückschitz in Brandenburg. Nur ein Problem hat sie noch: Edgar – der einzige Mensch, dessen Nähe sie ertragen kann, ohne ihn sofort durchzählen zu müssen. Zwar bringt er höchstpersönlich ihr Lieblingsschaf Paul nach Berlin. Dann aber lässt er Lisbeth, die gegen jeden Ansturm seinerseits gewappnet ist, viel mehr Raum, als sie eigentlich haben will …

 
Lisbeth wächst sehr behütet im brandenburgischen Bückschitz bei ihrer Tante Ruth auf. Mit ihr wohnt dort ihr Lieblingsschaf Paul. Die beiden teilen sich ein Zelt. Lisbeth ist definitiv nicht so wie andere junge Frauen, sie notiert sich wirklich alles und ist eine absolute Einzelgängerin. Eine weitere Auffälligkeit, ist das Zählen. Sie muss einfach immer alles durchzählen. Ihre Tante findet, dass sie nicht selbstständig genug ist und kauft ihr kurzerhand eine neue Wohnung in Berlin - Kreuzberg. Von nun an heißt es für Lisbeth, ein Leben ohne Paul & ohne Zelt. Natürlich passt ihr das recht wenig, denn eine eigene Wohnung ist ein ganz anderes Kaliber, als ein kleines Zelt. Schon ein normaler Mensch, der keine kleinen Macken hat und auf dem Land lebt, erlebt mit dem Umzug nach Kreuzberg einen kleinen Kulturschock. Wenn man nun aber mal Lisbeths Situation nimmt, sie hatte es nicht immer einfach und kompensiert dies mit ihrer Zählerei und anderen kleinen Dingen, ist mit Sicherheit erst mal geschockt, wenn sie in einer so großen Stadt plötzlich alles allein bewältigen soll. Dabei merkt sie irgendwann, das allein sein nicht das gelbe vom Ei ist und freundet sich sogar mit einigen Menschen wie z.b. Paul (der sie mit der Hausgemeinschaft bekannt macht) an. Jeder der Hausbewohner ist auf seine Art schrullig und erinnert an die 70er Jahre Hippies. Auch wenn Lisbeth so langsam ihren Platz in Kreuzberg findet, vermisst sie trotzdem ihr Schaf Paul. Desweiteren plagt sie sich mit der Frage herum, ob sie überhaupt jemand, mit ihren ganzen Macken lieben könnte?!

 
Wo fange ich nur an?! Dieses Buch ist definitiv anders. Da ist eine Frau, die kommt vom Lande, ist nicht so gerne unter Menschen und wohnt mit einem Schaf zusammen in einen Zelt. Jaaa, das gibt es nicht so oft. Trotz ihrer ganzen kleinen Macken, ist mir Lisbeth sehr sympathisch. Man gewöhnt sich mit der Zeit an ihre merkwürdige Art und ist gespannt darauf, wie Lisbeths weg verläuft. Es gibt einige Stellen, die sehr amüsant sind und dann wiederum Stellen, da steigt man nicht wirklich durch, da alles sehr verwirrend ist. Ich habe zum Glück immer wieder sehr schnell in den Leserhythmus zurückgefunden. Das Buch und ihre Protas haben mir eigentlich sehr gut gefallen. An manchen Stellen hätte ich mir zwar einen anderen Verlauf gewünscht, da es sich hier aber um kein Wunschkonzert handelt, gebe ich mich damit natürlich zufrieden und fand es lustig eine etwas merkwürdige Frau auf dem Weg zu sich selbst zu begleiten. Wer eine nicht zu anspruchsvolle Lektüre für Zwischendurch sucht, sollte einfach mal wagen es zu lesen. Von mir gab es nur 4 Sterne, da es an manchen Stellen ein bisschen unstimmig war. Das Buch kostet 9,99 €.